Archiv des Autors: Thomas Kreiml

Über Thomas Kreiml

Soziologe und Gewerkschafter in der GPA-djp Bildungsabteilung | Arbeitsbereiche: Gewerkschaftliche Bildungsarbeit, Bildungspolitik, Netzpolitik (Internet/Social Media) | about.me/kreimlink

Rotes Café: EU-Wahl 2019

„Europa verändern, denn nur wenn wie das Soziale stärken wird die Union zur Herzensangelegenheit“

– unter diesem Motto tritt Andreas Schieder als Spitzenkandidat der SPÖ bei der Wahl zum Europäischen Parlament am 26.05.2019 an.

Im Rahmen unseres Roten Cafés am 06. Mai 2019 um 14:30 Uhr in der GPA-djp werden wir mit Andreas Schieder die aktuellen Herausforderungen aus gewerkschaftlicher Perspektive besprechen und eine beteiligungsorientierte Diskussion führen.

Für alle GenossInnen in den Bundesländern werden wir unter folgendem Link einen Livestream schalten, sodass ihr die Veranstaltung vom PC aus verfolgen könnt.

Rotes Café: AK Wahl in Wien!

Auch in Wien bewegen wir uns eilenden Schritts auf die AK Wahl 2019 zu. Dafür investieren wir viel Zeit und Energie, haben unter anderem bereits Wahllisten organisiert, unterstützen BetriebsrätInnen bei der Einrichtung von Betriebssprengeln und mobilisieren die ArbeitnehmerInnen vielfach auch selbst zur Teilnahme an der Wahl. Doch warum ist die Arbeiterkammerwahl für uns eigentlich von so zentraler Bedeutung, dass wir all diesen Aufwand und Einsatz betreiben? Oder konkreter gefragt:

  • Warum wählen wir KammerrätInnen?
  • Wofür steht die FSG-Liste bei dieser Wahl?
  • Welche Bedeutung hat die Arbeiterkammer für mich persönlich?

Diese Fragen werden wir im Roten Café mit den SpitzenkandidatInnen der FSG/GPA-djp diskutieren – unsere Gäste sind:

Franz Georg Brantner, Mario Ferrari, Ingrid Reischl, Karin Samer, Sandra Steiner,
Barbara Teiber

Datum: 12. März 2019, 14:30 bis 16:00 Uhr
Ort: bfi Raum im Loft (Erdgeschoß)
Anmeldung: Wir freuen uns auf dein Kommen und bitten dich um Anmeldung per Email an brigitte.abloescher[at]gpa-djp.at

Das FSG-Wahlprogramm Weiterlesen

Die Kraft der Frauen in der ArbeiterInnenbewegung

„Ich denke, es ist Zeit, daran zu erinnern: Die Vision des Feminismus ist nicht eine weibliche Zukunft. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündeleien und Weiblichkeitswahn.“ 

Johanna Dohnal

Anlässlich des Internationalen Frauentags veranstaltet der Verein „Rote Spuren“ einen Rundgang am Wiener Zentralfriedhof. Der Weg in die Geschichte der Frauenbewegung beginnt  beim Denkmal, das an die Opfer der Märzrevolution von 1848 erinnert. Weiter führt uns der Weg zur Gruppe 40 am Zentralfriedhof, wo wir der Verfolgung und Grausamkeiten des Naziregimes gedenken. Weiters
blicken wir gemeinsam auf die zahlreichen Aktivitäten und Initiativen die Adelheid Popp, Johanna Dohnal, Rosa Jochmann und andere mutige Fauen gesetzt haben.

Datum: 08. März 2019, Beginn 14:00 Uhr (der Rundgang wird ca. 2,5 Stunden dauern und endet am Tor 2). 
Treffpunkt: Wiener Zentralfriedhof – Tor 3 beim Eingang. Anreise: Mit der U3 bis zur Endstation Simmering. Weiter mit der Straßenbahnlinie 6 oder 71 zu Tor 3 – Zentralfriedhof
Referent: Werner Drizhal, Vorsitzender Verein Rote Spuren

Anmeldung per E-Mail mit Namen an: rote.spuren@chello.at

„Her mit der Marie!“

Aufruf zur Demonstration anlässlich des EU-FinanzministerInnentreffens

am 8.9. um 12 Uhr in Wien bei der U1-Station Kagran

Vor dem Sommer hat die schwarzblaue Regierung noch einige „Hämmer“ beschlossen, allen voran den 12-Stunden-Tag, der nun mit dem 1. September 2018 bereits in Kraft getreten ist. Schon bei den Ankündigungen vieler Vorhaben der Regierung und erst recht bei den Beschlüssen der arbeitnehmerInnenfeindlichen Gesetzesänderungen war klar, dass nach dem heißen Sommer ein heißer Herbst die Antwort der Gewerkschaftsbewegung sein muss. Ein erstes Zeichen in diesem Sinne wird mit der Demonstration „Her mit der Marie“ am 08.09.2018 gesetzt.

Die österreichische Bundesregierung rechtfertigt ihren sozialen Kahlschlag auf Kosten von uns arbeitenden Menschen immer wieder mit den Sparvorgaben der EU-FinanzministerInnen (Maastricht-Kriterien, Goldplating, …). Weiterlesen

Buchengasse 100 – Geschichte einer Arbeiterfamilie

Lesung mit Zeitdokumenten, Fotos und Musik

Donnerstag, 19.04.2018, 19:00 Uhr
Veranstaltungszentrum !am! Wasserturm, Gußriegelstraße 52, 1100 Wien
Eintritt frei!

Gitta Tonka hat nach den Aufzeichnungen ihrer Mutter Oswalda Tonka ein Buch veröffentlicht, welches ein Stück Zeitgeschichte Favoritens ist. Gleichzeitig wird darin auch die Entstehung der Sozialdemokratie und der Arbeiterbewegung behandelt welche untrennbar mit Favoriten verbunden ist.

Gitta Tonka liest aus ihrem Buch. Die passende musikalische Umrahmung kommt von Ingrid Merschl und Roman Teodorowicz. Weiterlesen

Geht’s der Industrie gut, geht’s der Industrie gut

IV-Dialog im Profitinteresse

Was kostet uns eine zusätzliche Vermögenssteuer?
Was bringt uns die Industrie denn überhaupt?
Bekommen unsere Enkelkinder überhaupt noch eine Pension?
Warum bleibt mir von meinem Lohn so wenig?
Bekomme ich die beste Bildung, die mir zusteht?
Wozu brauchen wir Export überhaupt?

Das sind die Fragen, mit den den Industriellenvereinigung (IV) seit einigen Wochen Soziale Netzwerke und Werbeflächen unter anderem in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie im öffentlichen Raum bespielt. Unter dem Titel „IV-Dialog“ wird vorgegeben, sich mit dem Publikum über Themen zu „unterhalten“, um in knappen Antworten auf die gestellten Fragen, die Perspektive der Unternehmen und ihrer Eigentümer darzustellen und Werbung für IV und WKO zu machen.

„Interessengesteuerte Lobbying-Organisationen wie zB. die Industriellenvereinigung investieren immense Gelder in öffentliche Kampagnen, die von der steigenden Ungleichheit ablenken sollen und suggerieren, dass die Menschen von Reichen abhängig sind“ kommentiert der vida-Vorsitzende Roman Hebenstreit auf Facebook die aktuelle Marketing- bzw. Propagandaaktion der Industriellenvereinigung. Ihm ist es wohl so gegangen wie vielen Menschen, die tagtäglich, insbesondere am Weg in die Arbeit an den Werbeeinschaltungen zu den Themen Umverteilung, Steuern, Pensionen, Arbeitszeit etc. vorbeigekommen sind.

Dialog VIII: Unsere Arbeit. Unser Wohlstand.

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Rotes Café zur Nationalratswahl 2017 mit Wolfgang Katzian

Einschnitte im Bereich der Sozialversicherung, ein einheitlicher ArbeitnehmerInnenbegriff, Steuergeschenke an die Unternehmer sind Themen des aktuellen Wahlkampfs, die uns als GPA-djp stark betreffen.

Wir wollen darüber mit unserem FSG-Vorsitzenden Wolfgang Katzian diskutieren und hoffen auf zahlreiche Teilnahme aus dem Kreis der GenossInnen in der GPA-djp am 26.09.2017 um 9:00 Uhr in der Cantinetta dabei.

Für alle GenossInnen in den Bundesländern werden wir unter folgendem Link einen Livestream schalten, sodass ihr die Veranstaltung vom PC aus verfolgen könnt. Es gibt die Möglichkeit Fragen vorab oder während der Diskussion zu stellen – und zwar per Email an georg.grundei[at]gpa-djp.at

Rotes Café mit den Spitzenkandidaten zur Betriebsratswahl

Am 29.05.2017 stimmen die Beschäftigten der GPA-djp darüber ab, wer in den nächsten fünf Jahren den Betriebsrat stellt. Diese Entscheidung sei wohl überlegt. Um dir eine Entscheidungshilfe zu geben, laden wir alle Spitzenkandidaten der wahlwerbenden Gruppen ins Rote Café zu einem Hearing.

Termin: Dienstag, 23.05.2017, 15.00 Uhr bis max. 16:30 Uhr, C3-Cantinetta, Erdgeschoß

Für die KollegInnen in den Regionen werden wir wieder einen Livestream schalten, damit jeder dabei sein kann. Zum Livestream geht es direkt hier: Weiterlesen

GPA-djp Betriebsratswahl 2017

Rotes Café zur anstehenden GPA-djp Betriebsratswahl

Im Roten Café (02.05.2017, 15:00 Uhr) widmen wir uns der anstehenden Betriebsratswahl und bitten unsere FSG Liste auf das Podium.
In der gewohnt gemütlichen Atmosphäre wird es nach einer Vorstellrunde der einzelnen KandidatInnen der Liste FSG Team Wolf die Möglichkeit zur Diskussion mit den KandidatInnen geben.

CETA/TTIP – Demo-Rückblick und Ergebnisse der SPÖ-Befragung

1. Kurzer Rückblick: Aktionstag gegen CETA und TTIP am 17. September 2016

Bild: Thomas Kreiml, CC BY-NC

Bild: Thomas Kreiml, CC BY-NC

Allein in Österreich gingen am 17.09.2016 25.000 Menschen im Rahmen des Aktionstags gegen CETA und TTIP auf die Straße, um gegen die derzeit verhandelten Freihandelsabkommen zu demonstrieren und ein Zeichen für eine Handelspolitik im Interesse von Mensch und Umwelt zu setzen. In Deutschland folgten rund 320.000 Menschen dem Demo-Aufruf von Gewerkschaften, NGOs und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen.

In weiten Teilen der Bevölkerung und insbesondere auch unter den ArbeitnehmerInnen herrscht breite Ablehnung der transatlantischen Handelsabkommen, die seit Jahren – vielfach hinter verschlossenen Türen – verhandelt werden. Dabei können sich die Menschen auf vielfältige Fakten stützen, die gegen die Freihandelsabkommen im Sinne der großen Konzerne sprechen. Außerdem weisen die Erfahrungen aus anderen Freihandelsabkommen den Weg für eine Einschätzung, welche Interessen mit den Abkommen verfolgt und durchgesetzt werden, etwa anhand der Entscheidungen der in keinster Weise akzeptablen Investitionsschiedsgerichte: „TTIP, CETA & Co: Die ‚unpolitischen‘ Schiedsgerichte haben eine Schlagseite“ (Kurier).

Bild: Thomas Kreiml, CC BY-NC

Bild: Thomas Kreiml, CC BY-NC

Doch nicht nur in Europa lehnen Bevölkerung, Gewerkschaften und NGOs CETA und TTIP auf breiter Basis ab, auch die kanadischen Gewerkschaften wenden sich gegen einen Abschluss von CETA und haben sich solidarisch mit den Großkundgebungen gegen CETA und TTIP in Europa erklärt.

„Das Trade Justice Network steht Seite an Seite mit den europäischen Arbeitnehmer/innen und Aktivist/innen der Zivilgesellschaft, die in Deutschland, Österreich, Belgien und anderswo zum Widerstand gegen CETA mobilisieren, das in vielerlei Hinsicht genauso gefährlich ist wie TTIP.“ (trade justice network)

2. Ergebnisse der SPÖ-Mitgliederbefragung zu CETA/TTIP

Auch anhand der bundesweiten Mitgliederbefragung der SPÖ zum weiteren Umgang mit CETA und TTIP werden das hohe Interesse der Menschen sowie ihre Skepsis und Ablehnung gegenüber den Freihandelsabkommen deutlich sichtbar. Über 23.000 Menschen haben sich an der Befragung beteiligt. Das zeigt einerseits, dass vor allem unter Parteimitgliedern ein vitales Interesse an Mitsprache und Beteiligung bei Themen, Positionierungen und Entscheidungen besteht, sich aber auch (Noch?) Nicht-Mitglieder für Diskussionen in der Partei interessieren. Andererseits ist daran abzulesen, dass gerade auch die Freihandelsabkommen CETA und TTIP sowie ihre möglichen Folgen viele Menschen bewegen.

Zwar haben die gestellten Fragen keine strikte Ablehnung von CETA und TTIP zum Ausdruck gebracht, sondern immer noch Verhandlungsspielraum offen gelassen, und man wird erst sehen, wie hier weiter mit der augenscheinlich kritischen Einschätzung der Menschen umgegangen wird. In jedem Fall bestätigen aber die in Daten ausgedrückten Befragungsergebnisse eine ganz klar kritische Haltung gegenüber CETA und TTIP, die auch bei den Demos auf der Straße sichtbar wurde.

Hier einige Eckpunkte zu den Ergebnissen wie sie auf der Website der SPÖ zu finden sind:

  • Mitgemacht haben 14.387 Mitglieder und 9.343 Nicht-Mitglieder.
  • Die Frage 1 „Soll Österreich der vorläufigen Anwendung von CETA auf EU-Ebene zustimmen?“ haben 88 Prozent der SPÖ-Mitglieder und 89 Prozent der Nicht-Mitglieder verneint.
  • Frage 2 „Soll CETA in Kraft gesetzt werden, wenn darin die Möglichkeit von Schiedsverfahren gegen Staaten enthalten ist?“ haben 92 Prozent der Mitglieder verneint, ebenso viele Nicht-Mitglieder sind dagegen.
  • Dass „CETA in Kraft gesetzt wird, wenn dadurch europäische Qualitätsstandards gesenkt werden können“ (Frage 3) lehnen sogar 98 Prozent der Mitglieder und 96 Prozent der Nicht-Mitglieder ab.
  • Einen entsprechend hohen Stellenwert hat die Beibehaltung der „hohen europäischen Qualitätsstandards (etwa für Produktsicherheit, Daten-, Verbraucher-, Gesundheits-, Umwelt- und Tierschutz) in künftigen Freihandelsverträgen“ für 95 Prozent der Mitglieder, 93 Prozent der Nicht-Mitglieder sprechen sich dafür aus.
  • Eine „Verpflichtung zur größtmöglichen Transparenz für künftige Verhandlungen zu TTIP und anderen Freihandelsverträgen“ fordern 96 Prozent der Mitglieder und 95 Prozent der Nicht-Mitglieder.