Februargedenken: Niemals vergessen!

FebruargedenkenDa wir als FSG-Hausfraktion heuer keine eigenständige Veranstaltung zum Gedenken an den 12. Februar 1934 und die Februarkämpfe organisieren, möchten wir einerseits die gemeinsame Rundfahrt zu Gedenkstätten mit anschließender Gedenkveranstaltung im Wiener Rathaus vom Vorjahr in Erinnerung rufen – Bericht, Bilder und Video sind hier zu finden! Andererseits möchten wir auf die Veranstaltung der Wiener SPÖ-Bildung, des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen und der Sozialistischen Jugend Wien am Mittwoch, dem 11. Februar 2015, hinweisen.

„Niemals vergessen! 1934-1945“

Das Denkmal der Republik unter dem austrofaschistischen Kruckenkreuz der Dollfuß-Diktatur.

Das Denkmal der Republik unter dem austrofaschistischen Kruckenkreuz der Dollfuß-Diktatur.

Der 12. Februar 1934 markiert den Beginn des Faschismus, der in den folgenden Jahren ganz Europa an den Rand des Abgrunds führen wird, auch in Österreich. 2014 gedachte die Wiener SPÖ des 80. Jahrestages der Februarkämpfe. 2015 tritt das Gedenkjahr 1945 in den Vordergrund. Wir gedenken sowohl der Opfer des Bürgerkriegs im Jahr 1934 als auch der Überwindung des Faschismus und der Neugründung der Sozialdemokratie vor 70 Jahren.

Unter der Devise „Niemals vergessen!“ gründeten ehemalige FebruarkämpferInnen, Frauen und Männer des antifaschistischen Widerstandes und Überlebende Opfer des NS-Verbrecherregimes in den Jahren nach dem Ende des Hitler–Faschismus den Bund Sozialistischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus. Bundesvorsitzende seit der offiziellen Gründung des Bundes im Jahre 1949 war die aus dem KZ Ravensbrück zurückgekehrte und als SPÖ Abgeordnete gewählte Rosa Jochmann. (Aktuelles Portrait von Rosa Jochmann auf dieStandard.at: „Rosa Jochmann: Arbeiterin für Erinnerung und Menschlichkeit“.) Sie vertrat die Interessen der Opfer der faschistischen Regime und führte gemeinsam mit Josef Hindels und den Mitgliedern des Bundes den Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. In den letzten Jahren standen an der Spitze des Bundes der Gestapo–Häftling und 999er Alfred Ströer, der Februarkämpfer Fritz Inkret und die Auschwitz Überlebenden Erna Musik und Franz Danimann, die gemeinsam mit den Landesvorsitzenden der Freiheitskämpfer für eine zeitgemäße Form der Aufklärungs- und Gedenkkultur wirkten. Allen ist bewusst, dass nur durch das Bündnis mit der Jugend die Weiterführung der antifaschistischen Aktivitäten möglich ist. Deshalb wurde auch der Begriff der „Aktiven Antifaschisten“ in den Namen des Bundes aufgenommen. (Vgl. Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en)

Programm 11. Februar 2015

Begrüßung:
GR Ernst Woller, Vorsitzender der Wiener Bildung

Es sprechen:

  • Dr. Gerald Netzl, Vorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen Wien
  • Marina Hanke, BA, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien
  • Dr. Michael Häupl, Wiener Bürgermeister

Zeit: Mittwoch, 11. Februar 2015, 18 Uhr
Ort: vor der SPÖ-Zentrale, 1., Löwelstraße 18

Februargedenken „Niemals vergessen! 1934-1945“ – Einladung zum Download (PDF)

Link: 12februar1934.at

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